← Library

Der Hund, der Hahn und der Fuchs

Äsop für Kinder · Aesop · translated by AI translation (unreviewed)

Ein Hund und ein Hahn, die die besten Freunde waren, wünschten sich sehr, etwas von der Welt zu sehen. So beschlossen sie, den Bauernhof zu verlassen und auf dem Weg, der zum Walde führte, in die Welt hinauszuziehen. Die beiden Gefährten wanderten bester Laune dahin, ohne dass ihnen ein nennenswertes Abenteuer begegnet wäre.

Bei Einbruch der Nacht hielt der Hahn nach einem Platz zum Aufbaumen Ausschau, wie es seine Gewohnheit war, und erspähte in der Nähe einen hohlen Baum, der ihm für ein Nachtquartier recht gut zu taugen schien. Der Hund konnte hineinkriechen, und der Hahn würde auf einen der Äste hinauffliegen. Gesagt, getan, und beide schliefen ganz behaglich.

Mit dem ersten Schimmer der Morgenröte erwachte der Hahn. Für einen Augenblick vergaß er, wo er sich befand. Er meinte, er sei noch auf dem Bauernhof, wo es seine Pflicht gewesen war, das Haus bei Tagesanbruch zu wecken. So stellte er sich auf die Zehenspitzen, schlug mit den Flügeln und krähte aus voller Kehle. Doch statt den Bauern zu wecken, weckte er einen Fuchs, der nicht weit entfernt im Walde war. Der Fuchs träumte sogleich in den rosigsten Farben von einem überaus köstlichen Frühstück. Er eilte zu dem Baum, auf dem der Hahn saß, und sagte überaus höflich:

„Herzlich willkommen in unserem Walde, verehrter Herr. Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue, dich hier zu sehen. Ich bin ganz gewiss, dass wir die engsten Freunde werden.“

„Ich fühle mich höchst geschmeichelt, gütiger Herr“, erwiderte der Hahn verschmitzt. „Wenn du bitte um den Baum herum zur Tür meines Hauses am Fuße des Baumes gehen willst, so wird mein Pförtner dich einlassen.“

Der hungrige, doch ahnungslose Fuchs ging, wie ihm geheißen, um den Baum herum, und im Nu hatte der Hund ihn gepackt.

Wer andere zu betrügen versucht, muss damit rechnen, mit gleicher Münze heimgezahlt zu werden.