Bibliothek

Klitzeklein

Englische Märchen · Joseph Jacobs · übersetzt von Claude Opus

Es war einmal eine klitzekleine Frau, die in einem klitzekleinen Haus in einem klitzekleinen Dorf lebte. Nun, eines Tages setzte diese klitzekleine Frau ihr klitzekleines Häubchen auf und ging aus ihrem klitzekleinen Haus, um einen klitzekleinen Spaziergang zu machen. Und als diese klitzekleine Frau ein klitzekleines Stück gegangen war, kam sie zu einem klitzekleinen Tor; also öffnete die klitzekleine Frau das klitzekleine Tor und ging in einen klitzekleinen Friedhof. Und als diese klitzekleine Frau in den klitzekleinen Friedhof gekommen war, sah sie einen klitzekleinen Knochen auf einem klitzekleinen Grab, und die klitzekleine Frau sagte zu sich selbst: „Dieser klitzekleine Knochen wird mir eine klitzekleine Suppe für mein klitzekleines Abendessen machen.“ Also steckte die klitzekleine Frau den klitzekleinen Knochen in ihre klitzekleine Tasche und ging heim zu ihrem klitzekleinen Haus.

Nun, als die klitzekleine Frau zu ihrem klitzekleinen Haus heimkam, war sie ein klitzekleines bisschen müde; also stieg sie ihre klitzekleine Treppe hinauf zu ihrem klitzekleinen Bett und steckte den klitzekleinen Knochen in einen klitzekleinen Schrank. Und als diese klitzekleine Frau eine klitzekleine Weile geschlafen hatte, wurde sie von einer klitzekleinen Stimme aus dem klitzekleinen Schrank geweckt, die sagte:

„Gib mir meinen Knochen!“

Und diese klitzekleine Frau erschrak ein klitzekleines bisschen, also versteckte sie ihren klitzekleinen Kopf unter der klitzekleinen Bettdecke und schlief wieder ein. Und als sie wieder eine klitzekleine Weile geschlafen hatte, rief die klitzekleine Stimme wieder aus dem klitzekleinen Schrank, ein klitzekleines bisschen lauter: „Gib mir meinen Knochen!“

Dies machte die winzig-kleine Frau noch ein winzig kleines bisschen ängstlicher, sodass sie ihren winzig kleinen Kopf noch ein winzig kleines Stück tiefer unter die winzig kleine Bettdecke steckte. Und als die winzig-kleine Frau wieder ein winzig kleines Weilchen geschlafen hatte, sagte die winzig-kleine Stimme aus dem winzig kleinen Schrank abermals, ein winzig kleines bisschen lauter,

„Gib mir meinen Knochen!“

Und diese winzig-kleine Frau war ein winzig kleines bisschen ängstlicher, aber sie steckte ihren winzig kleinen Kopf aus der winzig kleinen Bettdecke heraus und sagte mit ihrer lautesten winzig kleinen Stimme: „NIMM IHN DIR!“