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Der Hahn und der Fuchs

Äsop für Kinder · Aesop · translated by AI translation (unreviewed)

An einem hellen Abend, als die Sonne über einer herrlichen Welt versank, flog ein weiser alter Hahn auf einen Baum, um dort zu ruhen. Bevor er sich zur Ruhe begab, schlug er dreimal mit den Flügeln und krähte laut. Doch gerade als er den Kopf unter den Flügel stecken wollte, erhaschten seine kleinen glänzenden Augen einen roten Schimmer und einen Blick auf eine lange spitze Nase, und dort, dicht unter ihm, stand Meister Fuchs.

„Hast du die wunderbare Neuigkeit gehört?“ rief der Fuchs auf sehr freudige und aufgeregte Weise.

„Welche Neuigkeit?“ fragte der Hahn sehr gelassen. Doch er verspürte ein seltsames, flatterndes Gefühl in seinem Innern, denn, wisst ihr, er fürchtete sich sehr vor dem Fuchs.

„Deine Familie und meine und alle anderen Tiere sind übereingekommen, ihre Zwistigkeiten zu vergessen und von nun an für immer in Frieden und Freundschaft zu leben. Stell dir das nur vor! Ich kann es kaum erwarten, dich zu umarmen! Komm doch herab, lieber Freund, und lass uns das freudige Ereignis feiern.“

„Wie großartig!“ sagte der Hahn. „Ich freue mich gewiss über die Neuigkeit.“ Doch er sprach zerstreut, reckte sich auf die Zehenspitzen und schien etwas in der Ferne zu betrachten.

„Was siehst du denn?“ fragte der Fuchs ein wenig ängstlich.

„Nun, mir scheint es, als kämen da ein paar Hunde herbei. Sie müssen wohl die gute Nachricht gehört haben und –“

Doch der Fuchs wartete nicht, um mehr zu hören. Fort rannte er im Laufschritt.

„Warte“, rief der Hahn. „Warum läufst du davon? Die Hunde sind doch jetzt deine Freunde!“

„Ja“, antwortete der Fuchs. „Aber vielleicht haben sie die Neuigkeit noch nicht gehört. Außerdem habe ich einen sehr wichtigen Auftrag, den ich beinahe vergessen hätte.“

Der Hahn lächelte, als er den Kopf in sein Gefieder barg und einschlief, denn es war ihm gelungen, einen sehr listigen Feind zu überlisten.

Den Betrüger betrügt man leicht.