← Library

Die Schildkröte und die Enten

Äsop für Kinder · Aesop · translated by AI translation (unreviewed)

Die Schildkröte trägt, wie du weißt, ihr Haus auf dem Rücken. So sehr sie sich auch müht, sie kann ihr Heim nicht verlassen. Man erzählt, Jupiter habe sie so bestraft, weil sie ein solch fauler Stubenhocker war, dass sie nicht zu Jupiters Hochzeit gehen wollte, obwohl sie eigens eingeladen worden war.

Nach vielen Jahren begann die Schildkröte zu wünschen, sie wäre doch zu jener Hochzeit gegangen. Wenn sie sah, wie fröhlich die Vögel umherflogen und wie der Hase und das Streifenhörnchen und all die anderen Tiere flink vorüberliefen, stets begierig, alles zu sehen, was es zu sehen gab, wurde die Schildkröte sehr traurig und unzufrieden. Auch sie wollte die Welt sehen, und da war sie nun mit einem Haus auf dem Rücken und kurzen, kleinen Beinen, die sie kaum vorwärtsschleppen konnten.

Eines Tages traf sie ein Entenpaar und klagte ihnen ihr ganzes Leid.

„Wir können dir helfen, die Welt zu sehen“, sagten die Enten. „Halte diesen Stock mit den Zähnen fest, und wir tragen dich hoch hinauf in die Luft, wo du das ganze Land überblicken kannst. Aber sei still, sonst wirst du es bereuen.“

Die Schildkröte war wahrhaft überglücklich. Sie packte den Stock fest mit den Zähnen, die beiden Enten fassten ihn an je einem Ende, und schon segelten sie empor den Wolken entgegen.

Gerade da flog eine Krähe vorbei. Sie war über den seltsamen Anblick höchst erstaunt und rief:

„Das muss gewiss der König der Schildkröten sein!“

„Aber gewiss doch …“, begann die Schildkröte.

Doch als sie den Mund öffnete, um diese törichten Worte zu sprechen, verlor sie den Halt am Stock, stürzte zu Boden und zerschellte an einem Felsen.

Törichte Neugier und Eitelkeit führen oft ins Unglück.